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Der Maya-Kalender "Haab"

Was den Haab von unserem Kalender unterscheidet

Der Haab beinhaltet 18 Monate zu je 20 Tagen plus 5 weitere Tage (19. Monat). Eine Woche sind 5 Tage, insgesamt hat das Jahr somit 73 Wochen. Die Tageszahlen beginnen bei 0 und enden mit 19.

Der Haab-Kalender beginnt nach unserem (gregorianischen) Kalender am 26. Juli - das ist also der Maya-Neujahrestag.

Wie sich der Haab-Kalender aufbaut

Mayakalender: Die Kalender der Maya: Haab, Tzolkin, Langer ZählerDer Maya-Kalender ist ein galaktischer Kalender, da er nicht nur irdische Einflüsse bedenkt.
Als der ursprüngliche Maya-Kalender entworfen wurde, hatte das Jahr noch 360 Tage. Aufgrund einer veränderten Erdumlaufbahn änderte sich dies auf 365,256 Tage (die 0,25 sind es, die unser Schaltjahr alle vier Jahre ausmachen).
Die Maya passten ihren bis ins Detail perfektionierten Kalender den neuen Bedingungen an, wodurch der 19. Monat "Uayeb" entstand, der nur aus einer Woche besteht. Uayeb bedeutet "unzugeordnet" oder "namenlos" und war die Woche der Ruhe und Einkehr. Maya-Forscher, die es nicht anders zu erklären wissen, nennen diesen Monat auch den "verfluchten Monat", ihrer Meinung nach, sei er den Maya verhasst gewesen, was nicht der Wahrheit entspricht - er ist viel mehr mit dem "Sonntag" der Bibel zu vergleichen.

Die Ausgabe des Datums ist ähnlich wie bei uns. Wenn es bei uns z.B.
"11. September" heißt, wäre dies bei den Maya "7 Zip". Ein weiteres Beispiel: der "2. Mai" ist im Mayakalender Haab: "0 Muan".

Die Monate des Haab

Der Monat "Pop" kennzeichnet den Jahresanfang am 26. Juli und der Rest-Monat "Uayeb" steht für das Jahresende. Hier die Namen in korrekter Reihenfolge:

Pop, Uo, Zip, Zodz, Zec, Xul, Yaxkin, Mol, Chen, Yax, Zac, Ceh, Mac, Kankin, Muan, Pax, Kayab, Cumku sowie der Extramonat Uayeb.

Warum der Haab gut umgesetzt ist

In unserem gregorianischen Kalender haben die Monate mal 30 und mal 31 Tage, der Februar schwankt zwischen 28 und 29. Unsere Wochen umfassen 7 Tage und passen somit nicht in unsere Monate. Das Jahr hat 52,142857¯ und im Schaltjahr 52,285714¯ Wochen - es gibt keinen geschlossenen Kreislauf.

Im Maya-Kalender Haab hat ein Monat 20 und eine Woche 5 Tage.
Das Jahr hat genau 73 Wochen (18 Monate plus Extrawoche).

Hat der Haab ein Schaltjahr?

Nach der gängigen These nein, dabei ist bekannt, dass die Maya über die exakte Dauer einer Umrundung der Erde um die Sonne (ein Jahr) bescheid wussten, so bauten sie doch ihre Pyramide in Chichén Itzá mit 366 Stufen, wobei die oberste nur ¼ so hoch war wie die anderen, es entspricht also einem Jahr von 365,25 Tagen.

Das Wissen um das Schaltjahr brachten auch die Maya in ihren Kalender ein, wodurch sich ein Maya-Tag genau auf einen unserer Tage beziehen lässt. Im Klartext: jeder "1. Januar" ist immer "19 Mol".

Mit dem Schaltjahr lässt sich keine Kalenderrunde mit dem Tzolkin bilden, dies ist aber auch nicht nötig, denn beide Kalender erfüllen ihre Funktion unanhängig voneinander (siehe unten). Dennoch sei erwähnt, dass der ursprüngliche Haab mit seinen 360 Tagen eine Kalenderrunde von gar nur allen 13 statt 52 Jahren mit dem Tzolkin bildete.

Der Maya-Kalender "Tzolkin"

Der Tzolkin wird von unserer Wissenschaft nicht verstanden

Aus einem Missverstehen heraus werden Dinge wie "Es muss ein Kalender für die Ernte gewesen sein" interpretiert. Dies ist aber deshalb schon auszuschließen, da die Tage im Tzolkin jedes Jahr anders fallen, es würde nämlich bedeuten, dass die Saat mal im Sommer, mal im Winter und allgemein immer zu anderen Jahreszeiten zur Ernte ruft.
Aufgrund dieser lächerlichen Argumentation möchte ich hier nicht weiter auf offizielle Vorstellungen eingehen.

Der individuelle Tagesenergiekalender

Der Tzolkin ist ein Kalender, der den Zustand galaktischer Energien wiedergibt - ähnlich, wenn auch genauer, wie ein astrologischer Kalender.

Vier verschiedene Energien durchlaufen den Lauf des Kalenders, die sich zwar in ihrer Art alle vier Tage wiederholen, im Detail jedoch erst nach 260 Tagen.
Ganz exakt werden sich Energienzustände natürlich nie wiederholen, es ist ja auch nicht jeder Sommer gleich. Die Gemeinsamkeiten eines jeden Sommers wiederholen zwar sich jedes Jahr, es ist aber stets eine neue, nie wiederkehrender Zeit in all ihren Besonderheiten.

Jeder Tag zeigt also die entsprechenden Tages-Energien an - und an dieser Stelle stimme ich den Maya-"Forschern" der gängigen Schule sogar zu, dass dies auch für die Ernte nützlich war.

Wie der Tag für eine Person ausfällt, das heißt, in welcher Hinsicht ihn kosmische Energien unterstützen oder auch nicht, wird durch die Konstellation der Himmelskörper bei der Geburt bestimmt, daher muss der Tzolkin für jede Person auch individuell betrachtet werden.

Die Tage im Tzolkin

Der Tzolkin ist 13 Felder breit (Nummeriert von 1 bis 13) und 20 Zeilen hoch (mit Symbolen gekennzeichnet), insgesamt sind dies 260 Felder, also 260 Tage. Die Bezeichnungen der Tagesnamen lauten wie folgt:

Ahau, Imix, Ik, Akbal, Kan, Chiccan, Cimi, Manik, Lamat, Muluc, Oc, Chuen, Eb, Ben, Ix, Men, Cib, Kaban, Edznab, Cauac.

Wichtig ist es zu beachten, dass sich, anders als bei anderen Kalendern, täglich nicht nur die Zahl, sondern auch das Wort ändert (welches nicht als Monat gesehen werden sollte). Hier ein Folgebeispiel der Tage: "1 Ahau", "2 Imix", "3 Ik", "4 Akbal", "5 Kan" usw. Das Schema durchläuft die Kalendertabelle schräg von oben links nach unten rechts.

Wie der Tzolkin-Kalender aufgebaut ist

Sein Rhythmus ist den ursprünglichen 2 Erdenmonden und der ursprünglichen Laufbahn der Venus angepasst. Die Venus spielte bei den Maya eine größere Rolle als die Sonne.

Der Tzolkin wiederholt sich in zweierlei Hinsicht, der kleine und der große Zyklus:

Der kleine Zyklus dauert 40 Tage und ist abgeschlossen, wenn der Tag "1 Ahau" den Tag "1 Cauac" erreicht.
Der nächste Tag ist der 41. Tag und Beginn eines neuen Zyklus', der dann seinerseits von "2 Ahau" bis "2 Cauac" geht.
Der große Zyklus durchläuft jedes der 260-Tage-Felder einmal, von "1 Ahau" bis "13 Cauac".

Siehe auch: Weiteres über die wahre Funktion des Tzolkin

Der Maya "Langer Zähler"

Wie Jahrtausende verstreichen...

Der lange Zähler war, wie der Name schon sagt, für Langzeitberechnungen da. Seine Zeitrechnung beginnt bei 0.0.0.0.0 und endet bei 13.0.0.0.0, er baut sich wie folgt auf:

#1 PUNKT #2 PUNKT #3 PUNKT #4 PUNKT #5, die Ziffern stehen für:

1#=Baktun(reicht von 0 bis 13)
2#=Katun(reicht von 0 bis 19)
3#=Tun(reicht von 0 bis 17)
4#=Unial(reicht von 0 bis 19)
5#=Kin(reicht von 0 bis 19)

Baktun.Katun.Tun.Uinal.Kin, und hier die Bedeutung der Werte:
1 Kin=1 Tag
1 Unial=20 Kin=20 Tage
1 Tun=18 Unial=360 Tage
1 Katun=20 Tun=7.200 Tage
1 Baktun=20 Katun=144.000 Tage

Anwendungsbeispiele

0.0.0.0.0 = 3119 v. Chr.

13.0.0.0.0 = 1.872.000 Tage (~ 5.125 Jahre)

Vom 21.12.2005 (12.19.12.16.7) bis zum 21.12.2012 (13.0.0.0.0) sind es 2.553 Tage (0.0.7.1.13).

Die Zeitrechnung der Maya

Das Ende im Maya-Kalender

Der Maya-Kalender "Langer Zähler" zeigt uns den Anfang und das Ende unserer Zivilisation, das heißt, unsere jetzige Zivilisation hat den Maya zuurteilen vor gut 5.100 Jahren Fuß gefasst.

Der letzte Tag des langen Zählers, 13.0.0.0.0, bei uns der 21.12.2012 bedeutet nicht den Untergang der Menschheit, sondern den Eintritt in ein kosmisches Vollbewusstsein, einen spirituellen Übergang zu einer neuen Zivilisation.

Vor der Zeitrechnung unserer Zivilisation gab es weitere, nämlich die der alten Hochkulturen selbst. Der bekannte Maya-Kalender ist auf ein Jahr von 365¼ Tagen ausgerichtet, der Ursprüngliche aber zählte, wie oben beschrieben, 360 Tage im Jahr (Haab und Tzolkin trafen sich alle 13 Jahre - diese Verbindung wird auch "Kalenderrunde" genannt), somit waren 18 Maya-Monate, 72 (Haab-)Wochen, genau ein Jahr und 1 Baktun entsprach genau 400 Jahren.

Wer rechnet in einer so langen Zeit, wenn nicht eine Kultur, die schon sehr, sehr alt ist und Äonen vorübergehen sah?

Von Mario Kienappel


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